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Rolls-Royce baut neues Getriebe-Prüfzentrum in Dahlewitz für Triebwerke der nächsten Generation

Wednesday, 5 March 2014

Rolls-Royce hat heute einen weiteren Ausbau seiner Luftfahrtforschungs- und Technologiekapazitäten in Deutschland bekannt gegeben. Mit dem Bau eines neuen Prüfzentrums für Reduktionshauptgetriebe in Dahlewitz soll die Entwicklung von Triebwerken der nächsten Generation unterstützt werden.

Die Gesamtkosten für den Prüfstand liegen bei 65 Millionen Euro. Knapp 20 Prozent davon werden vom Bund sowie vom Land Brandenburg übernommen. Die Investition von Rolls-Royce erfolgt im Rahmen der mittel- bis langfristigen Technologieinvestitionspläne des Unternehmens.

Rolls-Royce informierte kürzlich über den aktuellen Stand beim Design seiner nächsten Triebwerksgenerationen. Eines davon – der UltraFan™ – wird mit einem Reduktionsgetriebe ausgestattet sein. Es wird damit Komponenten der Art nutzen, wie sie in der neuen Anlage in Dahlewitz getestet werden sollen.

Rolls-Royce verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung von Getrieben für Turboshaft-, Turboprop- und LiftFan-Triebwerke. Auf diesem umfangreichen Fachwissen und die erworbenen Fähigkeiten wird das Unternehmen bei der Entwicklung von Technologien für seine künftigen Triebwerke mit sehr hohem Nebenstromverhältnis aufbauen.

Das UltraFan™-Design mit verstellbaren Fanschaufeln, nutzt diese Technologien und könnte ab 2025 einsatzbereit sein. Verglichen mit den Trent Triebwerken der ersten Generation werden Verbesserungen von mindestens 25 Prozent bei Treibstoffverbrauch und Emissionen erwartet.

Rolls-Royce Deutschland hat in den vergangenen 20 Jahren herausragende Engineering-Kompetenz aufgebaut und bereits Entwicklungspakete für Trent Triebwerke realisiert. In der zweiten Hälfte dieses Jahres wird in Dahlewitz zudem ein neuer Entwicklungsprüfstand für Großtriebwerke eingeweiht. Auch die leistungsstärkste Version des Trent XWB – dem jüngsten Mitglied der Trent Familie und derzeit effizientesten Triebwerk der Welt – wird dort getestet werden.

Beim offiziellen Spatenstich für das neue Getriebe-Prüfzentrum erklärte Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie: „Wir freuen uns über die Entscheidung von Rolls-Royce, diesen Teststand in Deutschland zu errichten. Die geplanten Aktivitäten stehen in vollem Einklang mit unserer Strategie zur Förderung der Luftfahrtindustrie. Damit werden wir unsere wachsende Präsenz in diesem Sektor weiter ausbauen.“

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte: „Rolls-Royce ist mittlerweile seit über 20 Jahren in der Region vertreten und hat die Hightech-Landschaft unseres Bundeslands deutlich geprägt. Der Konzern ist ein Motor für Beschäftigung, Wachstum und Innovation in der Region. Er ist das Rückgrat einer prosperierenden Luftfahrtindustrie, in der alleine in Brandenburg über 7.000 Menschen beschäftigt sind. Führende Flugzeughersteller setzen auf Technologie von Rolls-Royce ‚made in Brandenburg‘.“

Dr. Karsten Mühlenfeld, Director Engineering & Operations bei Rolls-Royce Deutschland, fügte hinzu: „Der heutige Spatenstich für die neue Anlage spiegelt nicht nur das Vertrauen unseres Unternehmens in unsere Teams wider, sondern auch unser Bestreben, unseren Kunden immer bessere und effizientere Triebwerke zu bieten. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit unseren Partnern in den Luftfahrtforschungsprogrammen konnte die Finanzierung dieser wichtigen Entwicklungsprojekte in Rekordzeit gesichert werden.“

  1. Es ist die Vision von Rolls-Royce, bessere Energie- und Antriebssysteme für eine Welt im Wandel zu liefern. Sie wird in zwei Hauptgeschäftsbereichen umgesetzt: Luftfahrt (Aerospace) sowie Schiffstechnik & Industrielle Antriebs- und Energiesysteme (Marine & Industrial Power Systems – MIPS). Sie bedienen ihre Märkte mittels zwei starker Technologie-Plattformen: Gasturbinen und Kolbenmotoren, zur Nutzung an Land, zu Wasser und in der Luft.
  2. Luftfahrt umfasst die Geschäftsbereiche Zivile Luftfahrt und Militärische Luftfahrt. MIPS besteht aus den Bereichen Schiffstechnik, Energie & Kernenergie sowie Power Systems. Power Systems schließt den 50-prozentigen Anteil von Rolls-Royce an Rolls-Royce Power Systems (RRPS) ein – einem Joint Venture mit der Daimler AG. RRPS wurde erstmalig 2013 in das Rolls-Royce Konzernergebnis integriert.
  3. Rolls-Royce verfügt über eine breite Kundenbasis. Sie besteht aus mehr als 380 Flug- und Leasinggesellschaften, 160 Streitkräften, 4.000 Marine- und Schifffahrtskunden, einschließlich 70 Seestreitkräften, sowie 1.600 Energie- und Kernenergiekunden in 120 Ländern.
  4. Der Jahresumsatz 2013 von 15,5 Milliarden britischen Pfund stammt etwa zur Hälfte aus dem Servicegeschäft. Der Gesamtauftragsbestand lag am 31. Dezember 2013 bei 71,6 Milliarden britischen Pfund.
  5. Rolls-Royce beschäftigt in seinen Konstruktions- und Verwaltungsbüros, Fertigungs- und Service-Einrichtungen in 45 Ländern insgesamt über 55.000 qualifizierte Fachkräfte – darunter mehr als 17.000 Ingenieure.
  6. 2013 investierte Rolls-Royce 1,1 Milliarden britische Pfund in Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen unterstützt ein weltweites Netzwerk von 29 universitären Technologiezentren (UTC). Sie bilden Schnittstellen zwischen den Ingenieuren des Unternehmens und der wissenschaftlichen Spitzenforschung.
  7. Rolls-Royce engagiert sich stark für die Nachwuchsgewinnung und investiert in die Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter. 2013 wurden 379 Graduates und 288 Auszubildende in unsere weltweiten Ausbildungsprogramme aufgenommen.
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