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Rolls-Royce Holdings plc Jahresergebnisse 2012

Thursday, 14 March 2013

– Dies ist eine übersetzte, nicht-auditierte Version –

Highlights des Konzerns

  • Auftragsbestand im Wert von £ 60,1 Mrd. – um vier Prozent gestiegen;

  • Der operative Umsatz wächst um acht Prozent auf £ 12,2 Mrd.;

  • Der operative Gewinn vor Steuern steigt um 24 Prozent auf £ 1,4 Mrd.;

  • Jahresdividende steigt um elf Prozent auf 19,5 p je Aktie. 

Überblick20122011+/-
Auftragsbestand*£ 60,146 Mrd.£ 57,630 Mrd.+ 4%
Operativer Umsatz**£ 12,209 Mrd.£ 11,277 Mrd.+ 8%
Operativer Gewinn vor Steuern**£ 1,429 Mrd.£ 1,157 Mrd.+ 24%
Umsatzrendite***12,2%10,7%1,5 pp
Operativer Ertrag je Aktie59,27 p48,54 p22%
Jahresdividende19,5 p17,5 p11%
Ausgewiesene Umsatzerlöse£ 12,161 Mrd.£ 11,124 Mrd.9%

Ausgewiesener Gewinn vor
Finanzierungskosten

£ 2,072 Mrd.£ 1,189 Mrd.74%
Nettoliquidität£ 1,317 Mrd.£ 223 Mio.£ 1,094 Mrd.
Durchschnittliche
Nettoliquidität (-verschuldung)
(£ 145 Mio.)£ 320 Mio.£ -465 Mio.

*    Angepasstes Jahresergebnis 2011 ohne IAE-Auftragsbestand im Wert von £ 4,571 Mrd.
**   Siehe Anmerkung 2 auf S. 20 der englischen Pressemitteilung
***  Bezogen auf den operativen Gewinn vor Finanzierungskosten und Steuern

John Rishton, Chief Executive, sagte:

„In der zweiten Jahreshälfte lieferten wir 23 Prozent mehr Triebwerke aus als in den ersten sechs Monaten, sodass der Umsatz noch stärker zulegte. Volumeneffekte, der Umsatzmix, Einsparungen und die IAE-Transaktion führten zu höheren Gewinnen.

Über das gesamte Jahr zeigte der operative Gewinn bereits im zehnten Jahr in Folge nach oben. Diese Rekordleistung wird von weiteren Investitionen in Belegschaft, Technologien und Anlagen begleitet.

Die gut gefüllten Auftragsbücher sind Ausdruck des Vertrauens unserer Kunden in unsere Produkte und Dienstleistungen. Nach wie vor lauten die Prioritäten: Wort halten, Wachstumspotenziale dort nutzen, wo es sinnvoll ist, und die finanzielle Leistungskraft verbessern.
Für 2013 erwarten wir moderate Zuwachsraten beim operativen Umsatz, ein gesundes Wachstum beim operativen Gewinn sowie einen Cashflow nahe dem Break-Even, da wir weiterhin in künftiges Wachstum investieren werden.

Sir Simon Robertson kündigte heute an, bei der Jahreshauptversammlung als Chairman von Rolls-Royce zurückzutreten. Simon hat in den vergangenen acht Jahren enorm viel geleistet. Sein unermüdlicher Einsatz für das Unternehmen, seine Energie und Begeisterung waren uns allen ein Vorbild. Ich begrüße Ian Davis als neuen Chairman und freue mich auf die enge Zusammenarbeit.“

Die Konzernergebnisse im Überblick

Im Geschäftsjahr 2012 stiegen der Auftragsbestand um vier Prozent, der operative Umsatz um acht Prozent und der operative Gewinn um 24 Prozent. Wir konnten eine Rekordzahl an Antriebssystemen ausliefern, die entsprechende Dienstleistungsumsätze auf dem Anschlussmarkt über Jahrzehnte hinweg garantieren dürften.

Die Prioritäten für unsere Geschäftstätigkeit sind dieselben wie im letzten Jahr:
1. Wort halten
2. Wachstumspotenziale dort nutzen, wo es sinnvoll ist
3. Finanzielle Leistungskraft verbessern

Im Geschäftsjahr 2012 sind wir diesen Zielen näher gekommen:

1. Wort halten
Die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen wird konzernweit erfasst und macht kontinuierlich Fortschritte. Die Konzentration auf die Auslieferungen hat die Situation bei Triebwerken für zivile Widebody-Flugzeuge sowie im Marinegeschäft deutlich verbessert. Im gesamten Konzern investieren wir in vielerlei Projekte zur Steigerung der operativen Performance und zur Kostenreduzierung. Dies schließt auch weitere Investitionen in die Modernisierung unserer IT-Infrastruktur ein, die für unser Geschäft ein wesentlicher Faktor ist.

Bei unseren wichtigsten Programmen wurden bedeutende Meilensteine erreicht.

Im Geschäftsbereich Zivile Luftfahrt konnte (im Februar 2013) das Trent-XWB-Triebwerk für den Airbus A350 zertifiziert werden; das Triebwerksprogramm Trent 1000-TEN für die Boeing 787 ab 2016 ist angelaufen und das BR725 für den neuen Corporate Jet Gulfstream G650 wurde in Dienst gestellt. Im Geschäftsbereich Militärische Luftfahrt wurde die STOVL-Variante (Short Take Off and Vertical Landing) des Joint Strike Fighter (JSF) F35B Lightning II beim US Marine Corps in Betrieb genommen, die Auslieferung an das britische Verteidigungsministerium hat begonnen. Im Geschäftsbereich Schiffstechnik wurden Gasturbinenausrüstungen zur Energieerzeugung und für den Antrieb der Küstenkampfschiffe der US Navy und der britischen Flugzeugträger der Kategorie Queen Elizabeth ausgeliefert. Und im Geschäftsbereich Energie konnten wir unsere installierte Basis an Gasturbinen-Kompressoreinheiten durch Verträge für das chinesische WEPP-Projekt (West East Pipeline Project) und den usbekischen Teil der Asia Trans Gas Pipeline (ATG) aufstocken.

2. Wachstumspotenziale dort nutzen, wo es sinnvoll ist
Durch den kontinuierlichen Ausbau unserer Kapazitäten arbeiten wir unsere Aufträge zuverlässig ab und investieren in Technologien zur Ergänzung unseres Portfolios.

Im Geschäftsbereich Zivile Luftfahrt werden wir engagiert weiter in die Segmente Widebody-, Narrowbody- und Geschäftsflugzeuge investieren. In der Militärischen Luftfahrt sehen wir trotz der unter Druck geratenen Verteidigungshaushalte Wachstumschancen in Schwellenländern ebenso wie in unseren angestammten Märkten. In der Schiffstechnik besitzt der Offshore-Öl- und Gasmarkt nach wie vor viel Dynamik, und im Geschäftsbereich Energie investieren wir weiterhin dort in die zivile Nutzung der Kernenergie, wo Rolls-Royce unserer Ansicht nach bei der Unterstützung bestehender und beim Aufbau neuer Kapazitäten eine tragende Rolle spielen kann.

Zurückgezogen haben wir uns dagegen aus dem Gezeitenkraftwerksgeschäft mit dem Verkauf an Alstom im Januar 2013 und dem Brennstoffzellengeschäft durch die Abtretung unserer 51 % an LG.

3. Finanzielle Leistungskraft verbessern
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rentabilität: 2012 stieg die Konzernumsatzrendite auf 12,2 Prozent (nach 10,7 Prozent im Jahr 2011). Die Bereinigung von Tognum und IAE steuerte 1,1 Punkte bei, 0,4 Punkte stammten aus dem operativen Geschäft. Insgesamt stieg der Gewinn um 24 Prozent, was uns die Ausschüttung einer Jahresdividende in Höhe von 19,5 p (+11 Prozent) ermöglicht.

Die Verbesserung der Umsatzrendite, Kosteneinsparungen und die Generierung von Liquidität stehen für den Konzern auch dieses Jahr auf der Prioritätenliste, da wir in den Bereichen Qualität, Termintreue und Betriebskapital weiter Fortschritte machen und gleichzeitig mit Investitionen auf die höhere Arbeitslast reagieren wollen. Im Geschäftsjahr 2012 konnten die Stückkosten in der Summe um rund £ 50 Mio. gesenkt werden.

Nach einem Jahr mit hohen Investitionen in Technologien, Kapazitäten und Infrastrukturen beliefen sich unsere Mittelzuflüsse vor Zu- und Verkäufen auf £ 137 Mio.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden einige wichtige Schritte angekündigt:

Der Verkauf unserer Beteiligung an International Aero Engines (IAE) an Pratt & Whitney ist nun abgeschlossen. Wir bleiben ein Hauptlieferant für IAE und bekommen über die nächsten 15 Jahre jede Flugstunde der installierten Basis an V2500-Triebwerken zu einem vereinbarten Satz vergütet.

Engine Holding (EH), unsere 2011 gegründete Kooperation mit Daimler, hat die volle Managementkontrolle über Tognum übernommen. Ab 1. Januar 2013 werden die Ergebnisse von EH einschließlich Tognum voll konsolidiert.

Von der Goodrich Corporation haben wir die verbleibenden 50 Prozent der Anteile an Aero Engine Controls (AEC) übernommen. Triebwerkssteuerungssysteme spielen bei der Verbesserung der Kraftstoffeffizienz und der Gesamtleistung moderner Strahltriebwerke eine wachsende Rolle.

Wir haben die Aufsichtsbehörde SFO (Serious Fraud Office) über einen Korruptionsverdacht bezüglich einiger Zwischenhändler auf den Überseemärkten informiert, nachdem die SFO uns um eine Stellungnahme zu vermuteten regelwidrigen Geschäftspraktiken in Indonesien und China gebeten hatte. In den vergangenen Jahren haben wir unsere Compliance-Verfahren deutlich verbessert und unter anderem Richtlinien für Global Ethics und Zwischenhändler eingeführt. Außerdem wurde die Compliance-Organisation ausgebaut. Des Weiteren wurde Lord Gold mit der Überprüfung aktueller Verfahren einschließlich Berichterstattung an das Ethics Committee des Board beauftragt.

Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns

Auftragsbestand

  • Der Auftragsbestand stieg – bereinigt um den Verkauf der IAE-Anteile – um vier Prozent auf £ 60,1 Mrd. Der Auftragseingang von insgesamt £ 16,1 Mrd. gliederte sich in Neuaufträge im Wert von £ 10,3 Mrd. im Geschäftsbereich Zivile Luftfahrt, £ 1,6 Mrd. in der Militärischen Luftfahrt, £ 3,3 Mrd. in der Schiffstechnik, £ 0,8 Mrd. im Geschäftsbereich Energie und £ 0,4 Mrd. bei EH.

Gewinn- und Verlustrechnung

  • Der operative Umsatz stieg um acht Prozent auf £ 12,2 Mrd., verteilt auf zwölf Prozent Zuwachs beim OEM-Umsatz (auf £ 5,9 Mrd.) und fünf Prozent Steigerung beim operativen Dienstleistungsumsatz (auf £ 6,3 Mrd.).

  • Im operativen OEM-Umsatz sind 23 Prozent mehr Auslieferungen von Trent- und Geschäftsflugzeug-Triebwerken im Geschäftsbereich Zivile Luftfahrt sowie sechs Prozent mehr Triebwerke für Militärtransporter, Kampfflugzeuge, UAVs und zivile Hubschrauber im Geschäftsbereich Militärische Luftfahrt enthalten. Der OEM-Umsatz im Geschäftsbereich Schiffstechnik (minus drei Prozent), im Geschäftsbereich Energie und im Beitrag von Bergen zu EH (beide minus 35 Prozent) war dagegen rückläufig.

  • Das Wachstum beim operativen Dienstleistungsumsatz setzte sich aus fünf Prozent Zuwachs (analog zum Fortschritt bei den installierten Einheiten) im Geschäftsbereich Zivile Luftfahrt und ebenfalls fünf Prozent in der Militärischen Luftfahrt zusammen. Auch die Geschäftsbereiche Energie und EH entwickelten sich positiv. Das einprozentige Wachstum in der Schiffstechnik spiegelte mehr Wartungsaufträge seitens der Kunden und höhere Ersatzteilkäufe in der zweiten Jahreshälfte wider.

Der operative Gewinn vor Steuern stieg um 24 Prozent auf £ 1,4 Mrd. und war das Ergebnis höherer Umsätze, eines verbesserten Umsatz-Mix, einer Reduzierung der Stückkosten und Nettozuflüssen in Höhe von £ 77 Mio. seitens Tognum und £ 92 Mio. aus der IAE-Restrukturierung. Im Geschäftsbereich Zivile Luftfahrt standen diesen positiven Einflüssen höhere F&E-Kosten und niedrigere Einstiegsgebühren bei neuen Großprogrammen entgegen, in der Militärischen Luftfahrt die nicht wiederholbare Einmalzahlung in Höhe von £ 60 Mio. zum Saldenausgleich im Zusammenhang mit dem Verteidigungs- und Sicherheitsbericht (SDSR: Strategic Defence and Security Review). Der operative Ertrag pro Aktie stieg um 22 Prozent.

Bilanz

  • Die Liquidität in Höhe von £ 1,3 Mrd. zum Jahresende (£ 223 Mio. in 2011) beinhaltet £ 942 Mio. für IAE und £ 167 Mio. für Bergen. In der durchschnittlichen Nettoverschuldung 2012 in Höhe von £ 145 Mio. (2011: durchschnittliche Nettoliquidität £ 320 Mio.) kommt der Zeitpunkt der Tognum-Übernahme 2011 und des Verkaufs unserer IAE-Beteiligung 2012 zum Ausdruck. Ohne Berücksichtigung der Zu- und Verkäufe betrug die Nettoliquidität 2012 £ 725 Mio., nach £ 805 Mio. im Jahr 2011.

  • Im April verbesserte die Rating-Agentur Standard & Poor’s die lang- und kurzfristigen Ratings für Unternehmenskredite für den Konzern von „A-/A-2“ auf „A/A-1“.

  • Mit £ 3,6 Mrd. an Barmitteln und Kreditzusagen war die Liquidität des Konzerns nach wie vor gut. Die Fälligkeitstermine für die Verbindlichkeiten sind bis 2019 gleichmäßig verteilt.

  • Die Pensionsverpflichtungen sind buchhalterisch um £ 148 Mio. gestiegen, was hauptsächlich auf den gesunkenen Diskontsatz zurückzuführen ist. Nach ökonomischen Grundsätzen bleiben die Finanzierungsvorschriften jedoch stabil, da wir in den vergangenen Jahren eine Reihe von Maßnahmen ergriffen haben, die unsere wichtigsten Pensionspläne in Großbritannien absichern.

Cashflow

  • Von den Mittelzuflüssen in Höhe von £ 1,1 Mio. im Jahr 2012 stammten £ 942 Mio. aus dem Verkauf von IAE und £ 167 Mio. aus dem Abtretung von Bergen an EH. Ohne diese Übernahmen, Verkäufe und Wechselkurseffekte spiegeln die Mittelzuflüsse von £ 137 Mio. die Fortführung unseres Investitionsprogramms in künftiges Wachstum und die Aufstockung des Nettobetriebskapitals wider, die für einen höheren OEM-Umsatz – insbesondere im Geschäftsbereich Zivile Luftfahrt – erforderlich ist.

Geschäftsaussichten des Konzerns

Ausblick Gesamtjahr 2013 für den Konzern ohne Engine Holding:

Im gesamten Geschäftsjahr 2013 dürfte der Konzern ein moderates Wachstum beim operativen Umsatz und ein gesundes Wachstum beim operativen Gewinn erzielen, mit einem Cashflow nahe dem Break-Even, da wir weiterhin in künftiges Wachstum investieren.

Von diesem Ausblick ist die Engine Holding ausgenommen, wie weiter unten erläutert.

Ausblick Gesamtjahr 2013 nach Geschäftsbereichen:

Für das Gesamtjahr 2013 erwarten wir beim operativen Umsatz und Gewinn für die einzelnen Geschäftsbereiche folgende Entwicklungen:

Im Geschäftsbereich Zivile Luftfahrt rechnen wir mit moderatem Wachstum beim Umsatz und starkem Wachstum beim Gewinn. In der Militärischen Luftfahrt dürfte der Umsatz moderat steigen und der Gewinn moderat zurückgehen. In der Schiffstechnik erwarten wir bei Umsatz und Gewinn moderate Steigerungsraten. Im Geschäftsbereich Energie dürften sich Umsatz und Gewinn verbessern.

Auswirkungen der Engine Holding auf die Geschäftsleistung 2013:

Die Engine Holding umfasst Bergen und Tognum. Für das börsennotierte Unternehmen Tognum kann der Konzern keine finanzbezogenen Aussagen treffen. Die Jahresergebnisse 2012 von Tognum werden ebenfalls am heutigen Tag bekannt gegeben. Sie können unter http://investors.tognum.de/cgi-bin/show.ssp?id=1001&language=English&companyName=tognum abgerufen werden.

Bildmaterial und Videomaterial in Sendequalität finden Sie unter www.rolls-royce.com.

Maßgeblich ist der vollständige Jahresbericht 2012 in englischer Sprache. Er ist unter www.rolls-royce.com/investors im PDF-Format für Sie abrufbar.

Dieser Jahresergebnisbericht enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen. Prognosen, Erwartungen und Hochrechnungen stellen keine Garantie für künftige Leistungen dar und werden nicht weiter aktualisiert. Derartigen Aussagen ist zu eigen, dass sie ein gewisses Maß an Risiko und Unsicherheit bergen, und eine Reihe von Faktoren können gegenüber den tatsächlichen Ergebnissen oder Entwicklungen zu erheblichen Abweichungen führen. Dieser Bericht ist als Information für die Aktionäre gedacht und für niemanden und für keinen anderen Zweck als verbindlich zu verstehen, und das Unternehmen und die Unternehmensleitung schließen jede Haftung außerhalb des englischen Gesetzes aus.

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