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(Change Language: View in English )Rolls-Royce, der weltweite Hersteller von Antriebssystemen, hat heute in Dahlewitz den Startschuss zum Bau eines neuen Triebwerk-Prüfstands gegeben. Mit einem Investitionsvolumen von rund 90 Millionen Euro wird die bestehende Prüfstandanlage um einen neuen Teststand für zivile Großtriebwerke erweitert. Ab 2014 soll hier das Trent XWB Triebwerk mit 97.000 Pfund Schub wichtige Entwicklungstests absolvieren. Das Vorhaben stärkt die Infrastruktur am Standort und bindet die deutsche Niederlassung noch enger in wichtige Entwicklungsprojekte des Konzerns ein.
Rolls-Royce investiert weltweit konsequent in neue, hochmoderne Produktions- und Testeinrichtungen. Der Bau der Anlagen in Europa, Asien und Amerika dient dazu, dem Auftragsbestand in Höhe von 60 Milliarden Pfund gerecht zu werden, Kundenversprechen zu erfüllen und die Globalisierung des Unternehmens weiter voran zu treiben.
Dr. Michael Haidinger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Rolls-Royce Deutschland und President Civil Small and Medium Engines von Rolls-Royce, sagte: "Die Investition in einen neuen Prüfstand am Standort Dahlewitz ist die größte von Rolls-Royce in der Region in den vergangenen 20 Jahren. Die Entscheidung für einen weiteren Prüfstand ist eine gute Nachricht für unsere Kunden, denn wir schaffen damit mehr Testkapazitäten im Konzern und können so unsere Entwicklungsprogramme noch schneller umsetzen. Es ist eine gute Nachricht für unsere Mitarbeiter und für die Region, denn wir sichern damit die bestehende Beschäftigung und schaffen weitere Arbeitsplätze. Gleichzeitig unterstreicht der neue Prüfstand auch die Rolle von Rolls-Royce als Hersteller umweltverträglicher Flugzeugantriebe: Das Trent XWB, das derzeit treibstoffeffizienteste Triebwerk der Welt, wird hier wichtige Tests absolvieren."
Die Erweiterung wird insbesondere die Testkapazitäten für Triebwerke im oberen Schubsegment während der Entwicklung, der Vorserien- und Serienproduktion vergrößern. Rolls-Royce entspricht damit den steigenden Auftragszahlen über sein gesamtes Portfolio – von den kleinen und mittleren Triebwerksgrößen bis hin zu Großtriebwerken. Derzeit betreibt Rolls-Royce zwei Prüfstände in Dahlewitz für kleine und mittelgroße Triebwerke.
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck sagte: "Die erfolgreiche Firmengeschichte von Rolls-Royce in Dahlewitz findet ihre Fortsetzung. Das unterstreicht die positive Entwicklung der Mark zu einem der wichtigen Luft- und Raumfahrtstandorte in Deutschland. Durch die Errichtung des Prüfstandes entstehen neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze, zugleich wird technisches Know-how vor Ort akkumuliert. Genau das ist Anliegen unserer Industriepolitik." Platzeck verwies darauf, dass Rolls-Royce unter anderem die Geräuschemissionen seiner Triebwerke deutlich verringerte.
Peter Hintze, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, sagte: "Rolls-Royce ist eine Perle der europäischen Luftfahrtindustrie. Mit dem neuen Triebwerksprüfstand sagt Rolls-Royce Ja zur Technologie-Region Berlin2 Brandenburg und Ja zum Luftfahrtstandort Deutschland. Rolls-Royce Deutschland steht für die geballte Kompetenz bei den Einzelkomponenten Verdichter, Brennkammer und Turbine und für die Beherrschung komplexer Integrations- und Systemaufgaben. Die erfolgreiche Entwicklung von Rolls-Royce Deutschland ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie in einer globalen Marktwirtschaft technologiegetriebenes Wachstum geschaffen werden kann und den Menschen in dieser Region und in ganz Deutschland zugute kommt."
Rolls-Royce hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich in den Ausbau seiner deutschen Standorte investiert. Im Jahr 2010 wurde das Komponententestzentrum MTOC in Dahlewitz eröffnet (Investition: 65 Mio. Euro). In Hamburg wurde 2011 das neue Rolls-Royce Marine Service Zentrum eingeweiht (Investition: 6 Mio. Euro). Das neue Logistikzentrum am Standort Dahlewitz wurde im Mai 2012 in Betrieb genommen (Investition: 13 Mio. Euro). Insgesamt wurden in die Infrastruktur aller deutschen Standorte von Rolls-Royce und die dort durchgeführten Entwicklungsprogramme seit 1990 rund 2,1 Milliarden Euro investiert.