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Rolls-Royce liefert Schub für eine neue Ära des Luftverkehrs

Erste Boeing 787 Dreamliner an All Nippon Airways ausgeliefert

Tuesday, 27 September 2011

Der global agierende Antriebshersteller Rolls-Royce begrüßt die Auslieferung der ersten Boeing 787 Dreamliner an den Erstkunden All Nippon Airways (ANA) als eine neue Ära des Luftverkehrs. Rolls-Royce Trent 1000 Triebwerke liefern den Schub für das neue Flugzeug, welches ab dem kommenden Monat im Linienflugbetrieb eingesetzt wird.

Mark King, Rolls-Royce President – Civil Aerospace, sagte: „Wir sind sehr stolz darauf, dass die Boeing 787 Dreamliner, die einen technologischen Quantensprung gegenüber der vorherigen Passagierflugzeug-Generation darstellt, von unseren Triebwerken angetrieben wird. Sie markiert den Beginn einer neuen Ära sauberer und effizienterer Linienflugzeuge und wir alle bei Rolls-Royce möchten Boeing und ANA zu diesem für die Boeing 787 Dreamliner so bedeutenden Meilenstein gratulieren.“

Die ultramoderne Konstruktion der Boeing 787 Dreamliner zeichnet sich durch fortschrittliche Verbundwerkstoffe aus, die das Flugzeug deutlich leichter machen. 50 Prozent der Primärstruktur inklusive des Rumpfs und der Flügel sind daraus gefertigt. Gegenüber Flugzeugen früherer Generationen beträgt die Kraftstoffeinsparung 20 Prozent. Fortschrittliche Antriebstechnologien sind maßgeblich für die verbesserte Treibstoffeffizienz verantwortlich und sorgen außerdem dafür, dass die Boeing 787 Dreamliner leiser und sauberer ist.

Das Rolls-Royce Trent 1000 wurde eigens für die Boeing 787 Dreamliner konstruiert und beinhaltet die modernsten Aerodynamik-, Material- und Beschichtungstechnologien, die man in einem im Dienst befindlichen Passagierflugzeug derzeit finden kann.

Das Trent 1000 hat eine Startleistung von bis zu 74.000 Pfund Schub. Das Triebwerk hatte im Jahr 2006 seinen Erstlauf, es trieb die Boeing 787 Dreamliner auf ihrem Jungfernflug im Dezember 2009 an und hat seitdem 75 Prozent aller Testflüge absolviert. Fünf von sieben Flugzeugen im Boeing 787 Dreamliner-Flugtestprogramm flogen mit Trent 1000 Triebwerken. Im vergangenen Monat erhielt die Boeing 787 Dreamliner ihre Typenzulassung von der Federal Aviation Administration (FAA - Bundesluftfahrtbehörde der USA) und der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA - European Aviation Safety Agency).

Zahlen und Fakten Trent 1000:

Zu den Kunden, die das Rolls-Royce Trent 1000 als Antrieb ihrer 787 Dreamliner ausgewählt haben, zählen Air China, Air Europa, Air New Zealand, Air Niugini, Arkia, ANA, Avianca, Aviation Capital Group, British Airways, CIT, Delta, ILFC, LAN, LOT, Norwegian, Royal Brunei und Virgin Atlantic.

Der Fan des Trent 1000 hat einen Durchmesser von 2,84 Metern und saugt beim Start pro Sekunde bis zu 1,25 Tonnen Luft ein.

Die Hochdruck-Turbinenschaufeln im Innern des Triebwerks rotieren mit 13.500 Umdrehungen pro Minute; die Schaufelspitzen erreichen dabei eine Geschwindigkeit von rund 1.930 km/h – zweifache Schallgeschwindigkeit.

Während des Startvorgangs produziert jede der 66 Hochdruck-Turbinenschaufeln des Trent 1000 dieselbe Leistung wie ein Formel 1-Rennwagen. Dies entspricht 800 PS pro Schaufel.

Die Temperaturen im Innern der heißesten Komponenten des Triebwerks sind ungefähr halb so heiß wie an der Sonnenoberfläche.

Bei voller Geschwindigkeit verlässt die Luft das Triebwerk hinten über die Düse mit einer Geschwindigkeit von fast 1.450 km/h.

Eine mit Trent 1000 Triebwerken angetriebene Boeing 787 Dreamliner ist während des Starts mindestens drei Dezibel leiser als vorherige Flugzeuggenerationen. Eine Lärmreduktion von drei Dezibel entspricht der Halbierung der Schallenergie.

Das Trent 1000 wurde so konstruiert, dass eine Überholung erst nach 20.000 Flugstunden notwendig wird. Dies entspricht über elf Millionen Flugmeilen oder 450 Erdumrundungen.

Hinweise für Redakteure:

  1. Rolls-Royce, ein weltweit führender Anbieter von Antriebssystemen und Dienstleistungen zur Nutzung an Land, zu Wasser und in der Luft, hat sich in den globalen Märkten zivile Luftfahrt, militärische Luftfahrt, Schiffstechnik und Energie stark positioniert.
  2. Basierend auf dieser Strategie verfügt das Unternehmen heute über eine breite Kundenbasis, bestehend aus über 500 Fluggesellschaften, 4.000 Betreibern von Hubschraubern, Geschäfts- und Nutzflugzeugen, 160 Streitkräften, über 4.000 Marine- und Schifffahrtskunden, einschließlich 70 Seestreitkräften, sowie Energiekunden in fast 120 Ländern. 54.000 Gasturbinen von Rolls-Royce sind weltweit im Einsatz.
  3. Der Jahresumsatz 2010 von mehr als 10,8 Milliarden britischen Pfund stammt ungefähr zur Hälfte aus dem Servicegeschäft. Der Gesamtauftragsbestand entsprach am 30. Juni 2011 61,4 Milliarden britischen Pfund, was einen Ausblick auf die künftige Geschäftstätigkeit gibt.
  4. Rolls-Royce beschäftigt in seinen Konstruktions- und Verwaltungsbüros, Fertigungs- und Service-Einrichtungen in mehr als 50 Ländern insgesamt über 39.000 qualifizierte Fachkräfte - darunter mehr als 11.000 Ingenieure. In Deutschland arbeiten über 3.200 Menschen bei Rolls-Royce - im brandenburgischen Dahlewitz, im hessischen Oberursel und in Hamburg.
  5. 2010 investierte Rolls-Royce 923 Millionen britische Pfund in Forschung und Entwicklung, zwei Drittel davon mit der Zielsetzung, die Umweltverträglichkeit seiner Produkte weiter zu erhöhen und insbesondere Geräusch- und Schadstoffemissionen zu reduzieren.
  6. Rolls-Royce unterhält ein weltweites Netzwerk von 28 universitären Technologiezentren (UTC), die Schnittstellen zwischen den Ingenieuren des Unternehmens und den Spitzenakteuren der wissenschaftlichen Forschung darstellen.
  7. Das Unternehmen engagiert sich stark für die Nachwuchsgewinnung und die Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter.
  8. Am Standort Dahlewitz befindet sich die Entwicklung und Endmontage aller BR700 Triebwerke. Die Erfolgsgeschichte der Triebwerke dieser Baureihe spiegelt sich in mehr als zwölf Millionen akkumulierten Betriebsstunden wider. Als Kompetenzzentrum für Zweiwellentriebwerke ist der Standort Dahlewitz außerdem für die Triebwerksbaureihen Tay, Spey, Dart und IAE V2500 verantwortlich. Insgesamt unterstützt Rolls-Royce Deutschland weltweit circa 5.000 im Dienst befindliche Triebwerke.
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