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Rolls-Royce in Deutschland

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Schub für Deutschland

Aufbauend auf einer über neunzigjährigen Tradition geschäftlicher Beziehungen mit deutschen Unternehmen und Behörden hat Rolls-Royce seine Verbindungen mit Deutschland nachhaltig weiterentwickelt. Das Investitionsvolumen für den Aufbau der deutschen Standorte und die Entwicklung der erfolgreichen BR700 Triebwerksfamilie beträgt ca. 1,5 Mrd. Euro. Heute beschäftigt Rolls-Royce Deutschland an den Standorten Dahlewitz bei Berlin und Oberursel bei Frankfurt/Main rund 3.000 Mitarbeiter.

Rolls-Royce Deutschland ist der einzige behördlich genehmigte Triebwerkshersteller Deutschlands mit Entwicklungs-, Herstellungs- und Instandhaltungsbetriebszulassung für moderne zivile und militärische Turbinentriebwerke.

In Zusammenarbeit mit deutschen Partnern liefert, produziert und betreut Rolls-Royce Triebwerke für deutsche und internationale Kunden. Neben namhaften Linien- und Charter-Fluggesellschaften setzt auch die Bundeswehr Triebwerke von Rolls-Royce in Flugzeugen und Hubschraubern ein. So befinden sich derzeit 2.200 Rolls-Royce Triebwerke in Deutschland im Einsatz.

In den Bereichen Energieerzeugung, Öl und Gas kommen Industriegasturbinen des Unternehmens auch in Deutschland zum Einsatz. So hat auch Deutschlands größter Stromversorger, RWE, das modernste Produkt, die Trent 60 Gasturbine, bestellt. Vier Generatoren-Sets werden in einer Gas- und Dampfturbinenstation im Emsland Technologie aus dem 1970er Jahren ersetzen. Im Marktsegment Schiffstechnik ist Rolls-Royce ein weltweit führender Anbieter von integrierten Antriebssystemen.

Am Standort Dahlewitz befindet sich die Entwicklung und Endmontage aller BR700 Triebwerke. Als Kompetenzzentrum für Zweiwellentriebwerke innerhalb der Rolls-Royce Group ist der Standort Dahlewitz außerdem für die Triebwerksbaureihen Tay, Spey und Dart verantwortlich. Insgesamt unterstützt Rolls-Royce Deutschland weltweit circa 5.000 im Dienst befindliche Triebwerke.

Im Jahr 2005 verlagerte Rolls-Royce eines seiner großen zivilen Triebwerksprogramme vom britischen Derby an den brandenburgischen Standort Dahlewitz - ein weiterer Schritt zur Umsetzung der Konzernstrategie zur weltweiten Kompetenz-Konzentrierung. Das V2500 ist ein Zweiwellen-Triebwerk für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge und wird im Airbus A319, A320 und A321 sowie im A319 Corporate Jet eingesetzt. Rolls-Royce Deutschland zeichnet für das Programm- und Technologiemanagement sowie für die Endmontage des V2500 verantwortlich.

Der Standort Oberursel hat sich im Rolls-Royce Konzern als anerkannter Produktionsstandort etabliert. Mit modernster Fertigungstechnologie werden dort High-Tech-Komponenten für zahlreiche Rolls-Royce Triebwerksprogramme hergestellt. Der Standort ist zudem Wartungszentrum für Kleingasturbinen für zahlreiche militärische Anwendungen, wie zum Beispiel T53, T56, Gnome, Tornado SPS oder Gem42.

Die in Zusammenarbeit mit Rolls-Royce Turbomeca entwickelten RTM322-Triebwerke für die neuen NH90-Hubschrauber der Bundeswehr werden endmontiert aus Oberursel geliefert und dort instandgesetzt und betreut.

Im Rahmen des TP400-D6-Programms – der europäischen Antriebslösung für den künftigen Airbus-Militärtransporter A400M – wurde Rolls-Royce Deutschland die Zuständigkeit für technisch anspruchsvolle Module, wie zum Beispiel den Hochdruckverdichter, übertragen. Weiterhin ist Rolls-Royce Deutschland für die Systemintegration des Triebwerksprogramms verantwortlich.

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